Marielle

Die Erkenntnis, dass Marielle nun meine Sklavin würde, traf mich wie ein Schlag.

Ich hatte das weder erwartet noch erhofft. Von D/s hatte ich nämlich genug. Ich hatte eine wirklich kranke Zeit hinter mir. Mein Herr hatte völlig die Kontrolle über sich verloren und mich zuletzt fast umgebracht, bevor ich endlich mit meiner Tochter abhauen konnte. Danach hatte ich nicht nur von Männern, sondern allgemein von Sex und Submission erstmal die Nase voll. Aber ich greife vor.

Nach der Flucht setzte ich mein lange unterbrochenes Studium fort und lebte ansonsten zwei Jahre lang als keusche Nonne mit Kind. Ich war wahrscheinlich die einzige Studentin der Universiteit van Amsterdam, die nie Sex hatte. Einmal hatte ich sogar einem Kommilitonen, der auf mein „hau ab!“ nicht befriedigend reagierte, so eine heftige Ohrfeige gescheuert, dass er zu Boden ging. Seither galt ich als unantastbare Kratzbürste, was mir ganz Recht war. Dann traf ich Marielle. Nicht dass ich eine Beziehung gesucht hätte, wie gesagt. Auch sie suchte nicht. Sie war nämlich glücklich verheiratet. Wir trafen uns mehr zufällig, an der Fietsenstalling eines Einkaufszentrums, wo sich unsere Fahrräder ineinander verkeilt hatten. Und waren uns sympathisch. Wir tranken bei mir einen Kaffee.

Abgesehen davon, dass ich zu der Zeit überhaupt keine Beziehung wollte, war Lesbensex für mich nichts Ungewöhnliches. Auch in meinem Leben als Sklavin waren homoerotische Begegnungen die einzige Möglichkeit gewesen, Sex mit Gleichstehenden zu erleben. Bei hetero-Sex wurde die Sklavin ja ausschließlich zur Befriedigung des Mannes benutzt, und das war auch richtig so. Marielle hingegen führte eine Plain-Vanilla-Beziehung mit ihrem Mann und hatte überhaupt noch nie etwas mit Frauen. Das Ganze wurde also richtig kompliziert. Aber ich greife schon wieder vor.

Wir saßen uns also in meiner Küche beim Kaffee gegenüber, plauderten angeregt, schauten uns erst kurz, dann lang, dann immer tiefer in die Augen. Irgendwann berührten sich unsere Fingerspitzen. Scheu wie zwei Teenager streichelten wir uns gegenseitig die Hände. Vielleicht muss ich dazu noch erwähnen, dass ich 36 Jahre alt bin und Marielle 33. Also von wegen Teenager. Aber sagen Sie das mal den Schmetterlingen im Bauch, die da plötzlich umherschwirrten. Bei ihr vermutlich auch, denn sie wich keineswegs zurück, als ich sie schließlich küsste. Sie öffnete ihren Mund, und die nächste Verkomplizierung unserer Beziehung trat auf: Meine dreijährige Tochter erwachte vom Mittagsschlaf und begann im Nebenzimmer zu rufen. Gleich würde sie herauskommen. Ende Schäferstündchen. Es reichte grad noch für einen kurzen Stupser mit der Zunge, der bei mir aber eine Hitzewelle auslöste, welche bis zu der Stelle hinunterstrahlte, über die ich eigentlich schon lange nicht mehr sprach.

Nun liebe ich meine Tochter über alles und schäme mich sehr für diese Dinge, die mir in diesem Moment eine Zehntel Sekunde lang durch den Kopf gingen, als sie fröhlich plappernd in die Küche gehüpft kam und erschreckt stehen blieb und verstummte, als sie plötzlich erkannte, dass ich nicht allein war. „Hallo Anouk, das ist Marielle“. „Hallo, Anouk. Freut mich, dich kennenzulernen. Ich muss sowieso noch einiges erledigen“, sagte Marielle mit seltsam rauer Stimme und stand auf. Zum Abschied küssten wir uns züchtig auf die Wange. Wir sagten nichts weiter. Die Schmetterlinge in meinem Bauch stürzten kollektiv ab und wurden zu einem Bleiklumpen. Marielles Schritte verklangen im Treppenhaus.

Und wir zwei Hübschen gehen jetzt einkaufen.“, sagte ich zu Anouk, was sie mit einem begeisterten Jauchzen quittierte. Einkaufen, da waren doch immer diese tollen Schaukeldinger in den Kaufhäusern, in die man Münze um Münze stopfen konnte, um sie wieder für einige Minuten zum Schaukeln zu bringen. Die Mütter unter den Lesern werden jetzt wissend mit dem Kopf nicken, alle Anderen verständnislos schauen, denn wenn man keine Kinder hat, bemerkt man diese Schaukeldinger irgendwie gar nicht. Ich hatte früher jedenfalls nie gemerkt, dass es sie gibt. Aber sie sind überall. Anouk entdeckte immer alle. Sofort. Vielleicht sind sie so konstruiert, dass man sie aus der Perspektive einer Dreijährigen am deutlichsten erkennen kann? Keine Ahnung. In unserem Lieblings-winkelcentrum gab es Autos, Motorräder, Flugzeuge, Raketen, Tintenfische und Kutschen. Anouk wählte fast immer die Prinzessinnen-Kutsche. Ich liebte dieses Einkaufszentrum allerdings nicht deswegen, sondern wegen der eleganten Modegeschäfte. Ja, lachen Sie nur.

Natürlich konnte ich mir fast nichts davon leisten. Aber während Anouk nach den Einkäufen ihren Traum von der Prinzessin träumte, träumte ich von jenem Seidenkleid… Und von Marielle… Mist. Ich hatte nichtmal ihre Handynummer. Schon gar nicht ihre Adresse. Keine Chance, sie wiederzufinden. Ich hätte gleichzeitig heulen und mir vor Wut die Haare ausreißen können. Schließlich hatte ich keine Münzen mehr, was einen grandiosen, lautstarken Wutanfall meiner Prinzessin auslöste, der wunderbar zu meiner eigenen Stimmung passte, und mir teils mitleidige, teils spöttische und teils entrüstete Blicke der Passanten eintrug. Selbstverständlich erhielt ich auch die in solchen Fällen obligaten guten Ratschläge zur Erziehung. Nun gut, da ich in meinem Leben schon in wesentlich peinlicherer Art öffentlich ausgestellt und kommentiert worden bin, lässt mich sowas vollkommen kalt. Nachdem der Anfall abgeklungen war, zottelten wir wieder nach Hause, Anouk munter plappernd, ich eher still. Immerhin, der Bleiklumpen schien etwas kleiner geworden zu sein.

Etwas später brachte meine Arbeitskollegin Aileen ihren vierjährigen Sohn Stijn zum Hüten. Dies hatte sich im letzten Jahr so eingespielt. Ich war Vormittags jeweils an der Uni, jetzt noch am Fertigstellen meiner Masterarbeit. Anouk konnte ich ab 8 Uhr beim kinderopvang abgeben. Das war ein kostenloses Angebot der Universiteit van Amsterdam (UvA) für ihre Studentenschaft. Drei Nachmittage pro Woche arbeitete ich als Verkäuferin in einer Buchhandlung. Die anderen zwei Nachmittage und den Samstagmorgen arbeitete Aileen, die ebenfalls alleinerziehend war. Wir wechselten uns mit dem Hüten ab, so dass ich Nachmittags und Samstagmorgens immer entweder keins oder zwei Kinder hatte. Manchmal nahm ich Stijn auch über Nacht, wenn sie mal wieder „Sex tanken“ wollte, wie sie das nannte. Sie wunderte sich über mein fehlendes Liebesleben und erklärte mehrfach auch ihre Bereitschaft, Anouk ab und zu über Nacht zu nehmen. Wir mochten uns gern, und auch Stijn und Anouk verstanden sich glücklicherweise ausgezeichnet. Manchmal machten wir am Wochenende oder im Urlaub zu viert Ausflüge ans Meer; einmal hatten wir uns sogar eine gemeinsame Reise in die Efteling geleistet. Auch jetzt spielten die beiden Kinder friedlich. Später machten wir noch einen Spaziergang im Park, dann bereitete ich ein einfaches Abendessen und Aileen holte Stijn wieder ab.

Abends gegen 22 Uhr, Anouk lag längst im Bett und ich war irgendwas am Lesen, klingelte es an der Tür. Da es absolut niemanden gab, der mich um diese Zeit zu besuchen hatte, fuhr mir der Schreck in die Glieder. Mein ehemaliger Herr, Bernd, hatte mich irgendwie in meiner ersten Wohnung nach der Flucht aufgetrieben, aber danach hatte ich meine Spuren gründlich verwischt, so dachte ich. Eigentlich wusste so gut wie niemand, dass ich hier wohnte. Nun gut, totstellen ging nicht, ich hatte ja Licht brennen. Also schlich ich zur Tür und schaute durch den Spion. Es war Marielle. Ein Schwarm, was sag ich, eine Armee Schmetterlinge stieg in meinem Bauch auf.

Ich riss die Tür auf. Marielle wusste vor Verlegenheit nicht, wohin sie schauen sollte. „Ich dachte, ich wollte nochmal vorbeikommen…“, murmelte sie, bevor ich sie umarmte, küsste und ins Zimmer zerrte. Diesmal störte uns niemand. Küssend zogen wir uns gegenseitig auf dem Weg ins Schlafzimmer aus. Dort trugen wir noch BH und Slip. (Ja, ich trug wieder Unterwäsche, seit ich keine Sklavin mehr war). Küssend und streichelnd legten wir uns aufs Bett, bis Marielle sich plötzlich versteifte. „Was ist los?“ – „Ich…ich habe noch nie mit einer Frau…“ – „Willst du denn nicht?“ – „Doch, aber…“ – „Lass dich einfach gehen. Wenn dir etwas nicht gefällt, tun wir’s eben nicht. Gib uns einfach eine Chance.“ Statt einer Antwort küsste sie mich. Ich öffnete ihren BH. Sie hatte größere Brüste als ich, wunderschön geformt. Ihre Brustwarzen waren ebenso hart wie meine. Ich zog meinen BH ebenfalls aus und ließ unsere Brüste miteinander kosen, während auch unsere Lippen und Zungen sich fanden und erforschten. Marielle keuchte leise. Ich fühlte die Hitze und die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen und tastete mit einer Hand zwischen ihre Oberschenkel. Sie drückte ihre Beine zusammen und schob meine Hand weg. Ich küsste ihre Lippen, ihren Hals, ihre Brüste und streichelte ihren Bauch und ihre Oberschenkel. Sie hatte die Augen geschlossen und atmete schwer. Aber als ich wieder in die Nähe ihrer Scham kam, schob sie meine Hand weg. Nun hielt ich ihr sanft beide Handgelenke und drückte ihre Arme rechts und links ihres Kopfes aufs Bett. Dort hielt ich sie fest, während ich sie wieder küsste und langsam mein Knie zwischen ihre Beine schob. Sie stöhnte erst leise, dann lauter, als mein Knie ihren Slip berührte. Sie reagierte heftig und rieb sich an mir. Doch als ich ihre Handgelenke losließ, um ihr den Slip auszuziehen, schob sie meine Hände wieder weg.

Ich erkenne einen Zaunpfahl durchaus, wenn man ihn mir heftig genug um die Ohren schlägt. Ich hörte auf, legte mich seitlich neben sie und streichelte ihr nur noch sanft über den Kopf. Als sie erschreckt die Augen öffnete, mich ansah und fragte: „Was ist?“, erklärte ich ihr: „Ich möchte eine einfache Regel mit dir vereinbaren: Wenn du wirklich willst, dass ich aufhöre, dann sagst du „Stop“. Dann werde ich sofort aufhören und auch nicht mehr weitermachen. Wenn du irgendwas anderes sagst oder tust, werde ich trotzdem weitermachen, solange es mir gefällt. Ist das ok?“ Sie nickte leicht errötend. „Also wenn du wirklich willst dass ich aufhöre, sagst du stop.“ – „Ja.“ – „Also schließ jetzt die Augen.“ Das tat sie, und sie sah völlig verführerisch aus, wie sie so nackt bis auf den Slip auf meinem Bett lag. Das rasche Heben und Senken ihrer Brust und ihre harten Brustwarzen verrieten ihre Erregung. Ich holte den Gürtel meines Bademantels, schlang ihr diesen um das rechte Handgelenk und band das andere Ende am rechten Bettpfosten fest. Dann holte ich einen Seidenshawl aus dem Kleiderschrank, knotete ihr diesen ums andere Handgelenk und band ihn am linken Bettpfosten fest. Ihr Atem ging noch heftiger. Mit einem weiteren Shawl verband ich ihr die Augen.

Dann küsste ich sie wieder sanft auf den Mund und arbeitete mich dann mit Händen und Mund tiefer über ihren Hals, ihre Brüste, ihren Bauch. Dann fasste ich mit beiden Händen ihren Slip und zog ihn ihr aus. Sie zerrte kurz an ihren Fesseln und rief „Nein, nicht…“. Ihr Stöhnen wurde lauter, als ich ihre Beine auseinanderdrückte und ihre klatschnasse Möse erkundete. Sie war nicht rasiert, sondern hatte ihr blondes, dichtes Schamhaar nur zu einem akkuraten Dreieck getrimmt. Die Schamlippen waren aber nicht enthaart. Ich begann sanft, ihre Klitoris zu lecken. Sie wand sich heftig, versuchte aber nicht mehr, ihre Beine zu schließen. Auch nicht, als ich einen Finger vorsichtig in ihre Scheide schob und erst langsame, dann schnellere Fickbewegungen machte. Schließlich begann sie heftig an den Fesseln zu zerren, stöhnte laut und ich fühlte die Kontraktionen ihres Orgasmus.

Danach nahm ich ihr die Augenbinde ab, ließ sie an den Handgelenken aber noch gefesselt. „Du kannst die Augen jetzt wieder öffnen“. Sie schaute mich an, blickte sofort verlegen weg und errötete vom Scheitel bis über die Brüste. Ihre Beine schlug sie übereinander. Ich streichelte ihr sanft das Gesicht und den Hals. „Es macht dich scharf, gefesselt zu werden, oder?“, formulierte ich das Offensichtliche aus, um einen Einstieg zu finden. Sie drehte ihren Kopf ruckartig weg. Eine Träne kam aus ihrem Augenwinkel. „Hey, das ist überhaupt nichts Peinliches. Schau mich bitte an.“ Sie drehte langsam den Kopf wieder zu mir. Ich trocknete ihr mit einem Papiertuch ihre Tränen. Ich wusste nicht recht, wie ich anfangen sollte, und streichelte sie nachdenklich. „Ich war fünf Jahre lang, bis kurz nach der Geburt von Anouk, eine Sexsklavin“, brachte ich schließlich mein dunkles Geheimnis heraus. Marielle schaute mich mit großen Augen an, sagte aber nichts, bis ich fortfuhr: „Ich kann mir sehr genau vorstellen, was du empfandest, als ich dich vorhin fesselte und dann sozusagen vergewaltigte. Du fühltest dich hilflos ausgeliefert. Du hattest keine Macht aber auch keine Verantwortung mehr, über deine sexuellen Empfindungen. Du hattest Angst vor dem, was ich mit dir tun würde, und genau diese Angst erregte dich. Du fühltest unbändige Lust. Du wolltest befreit werden, und doch nicht. Du hast dir den Orgasmus gewünscht, und dich gleichzeitig geschämt. Und als er kam, warst du fast ein wenig überrascht, dass du von sowas einen Orgasmus bekommen kannst.“ Sie schaute mich jetzt voll an. „Ja, so ungefähr. Und…“ – „Was?“ – „Weißt du… mein Mann ist nett und zärtlich, und ich habe nichts an ihm auszusetzen. Aber das eben war der erste Orgasmus überhaupt, denn ich im Leben von einem anderen Menschen erhalten habe. Sonst gelang mir das immer nur…“ Sie druckste wieder. „Mit Masturbieren.“, half ich ihr. „Ja.“ Sie schaute wieder verlegen weg.

Die Krise war überstanden. Wir hatten darüber gesprochen. Sie würde mir nun nicht mehr aus Scham weglaufen, hoffte ich. Ich band sie also los. Eng umschlungen lagen wir auf dem Bett. „Erzähl mir darüber“, bat sie mich. „Über mein Leben als Sexsklavin?“ – „Ja.“ So erzählte ich ihr die von Phantasterei befreite Kurzfassung meiner „Jahre in Chalkiev“, und sie studierte mit einem leichten Schaudern die immer noch schwach sichtbaren Narben über meiner Brust und am Rücken, und streichelte sanft über mein Mal an der linken Wange.

Wir schliefen nicht lang in dieser Nacht. Wir erzählten uns viel, wir schmusten und wir liebten uns auch noch einmal, diesmal ohne Fesselungen und ohne Verlegenheit.

Am Morgen; ich hatte das Gefühl, gerade erst eingeschlafen zu sein, erwachte ich davon, dass mir jemand nicht eben rücksichtsvoll mit dem Finger im Auge bohrte und versuchte, meine Lider aufzuziehen. Anouk natürlich. Sie schlief nie länger, als bis sechs Uhr. „Marielle schläft bei uns“, stellte sie ganz nüchtern fest. „Mhm. Lässt du uns noch ein wenig schlafen?“ – „Nein, Mama aufstehen!“ Damit zog sie uns das Leintuch weg. Glücklicherweise gehöre ich eher nicht zu den prüden Müttern. Meine Tochter wusste durchaus schon vorher, wie ich unter den Kleidern aussehe. Anouk war aber schon einen Schritt weiter. „Marielle hat größere Tietjes, als du“, stellte sie mit Kennerblick fest. Marielle, die keine Kinder hatte, und zu dieser Tageszeit vom ungebremsten Kindermund wohl auch etwas überfordert war, zog errötend das Leintuch wieder hoch. „Komm, Noukje, wir machen uns jetzt frisch.“ Damit stand ich auf, nahm Anouk auf den Arm, wechselte noch einen bedauernden Blick mit Marielle und verschwand ins Badezimmer.

Auch beim Frühstück übernahm Anouk die Regie. Es ist schwierig, etwas zu besprechen, wenn eine ausgeschlafene, von Kopf bis Fuß mit purer Energie aufgeladene Dreijährige am Tisch sitzt und mit Schokopaste und Marmelade kleckert. Marielle kam erstaunlich gut damit zurecht. Sie lachte über Anouks Späße, half ihr beim Brot streichen und erzählte ihr sogar ein kurzes Märchen von einem Frosch, der in ein Nutellaglas gefallen war. Um 10 Uhr musste sie bei der Arbeit sein. Sie war Krankenschwester und hätte eigentlich letzte Nacht Nachtdienst gehabt. Sie konnte aber mit einer Kollegin tauschen und hatte jetzt stattdessen die mittlere Schicht. Ihr Mann würde sie erst am Abend zurückerwarten.

Ich musste an die Uni. Dort verbrachte ich die Vormittage. Die Nachmittage waren ja entweder dem Arbeiten oder dem Kinderhüten gewidmet. Meine Woche war somit ziemlich durchgeplant. Marielle arbeitete Schicht, aber Abends erwartete sie natürlich ihr Mann zuhause, wenn sie nicht Spät- oder Nachtdienst hatte. Im Moment sah ich eigentlich keine Chance, sie öfters zu sehen. Aber es gab nichts, was ich mir in dem Moment sehnlicher wünschte, als immer mit ihr zusammenzusein.

„Sehen wir uns wieder?“ fasste ich meine Befürchtungen zusammen. Statt einer Antwort nahm sie meinen Einkaufszettelblock und schrieb darauf ihre Mobiltelefonnummer. „Falls du mir eine SMS schreibst… manchmal liest sie mein Mann“, sagte sie noch. Ich gab ihr auch meine Nummer, dann verabschiedete sie sich und ging. „Findest du sie nett?“ fragte ich Anouk, nachdem die Tür zugefallen war, und die Schmetterlinge in meinem Bauch langsam zur Ruhe kamen. „Ja, Marielle ist nett“, antwortete sie enthusiastisch.

Zwei Stunden später, als ich im Lesesaal der Uni an meiner Arbeit saß, erhielt ich eine SMS von Marielle. Ich möchte sie ausnahmsweise in der Originalsprache wiedergeben, weil ich finde, es klingt auf holländisch einfach schöner: „Ik hou van jou!“

Mein Herz schlug Purzelbäume und an Arbeit war nicht mehr zu denken. Ein wunderschönes Liebeslied von Herman van Veen mit eben diesem Thema schwirrte mir nun im Kopf rum und ich antwortete ihr darum: „Met heel mijn hart en ziel hou ik van jou!“ Offenbar kannte sie das Lied, denn etwa zehn Minuten später schrieb sie zurück: „Es sind noch Karten zu haben für Herman nächsten Do im Carré. Soll ich zwei für uns kaufen?“- „Ja! xxx“. Ich musste bloß noch Anouk für diesen Abend irgendwo unterbringen…. Aber das fiel mir erst nachher ein. Das Koninklijk Theater Carré ist ein großes ehrwürdiges Theater in Amsterdam. Ich hatte früher oft Auftritte von Herman van Veen besucht, ich mochte seine einzigartige Mischung aus Komik, Poesie und Musikalität. Aber inzwischen musste er doch bald siebzig sein. Ich wusste gar nicht, dass er überhaupt noch auftrat. Aber offenbar schon.

Ich SMSte Aileen „Kannst du Anouk nächsten Do über Nacht nehmen?“ Sie schrieb sie freue sich, dass ich nun endlich „normal“ geworden sei, und ja, sie könne Anouk nehmen. Womit hatte ich bloß diese Glückssträhne verdient? Sofort forderte ich mein Glück noch weiter heraus und SMSte an Marielle: Anouk Do ganze Nacht weg. Frühstück zu zweit?“ Keine halbe Minute später die Antwort „Oh ja xxx“. Meine berufliche Karriere machte an diesem Vormittag keine nennenswerten Fortschritte mehr.

An die Tage die folgten, kann ich mich kaum noch erinnern. Es lief die normale Routine, unterbrochen von ein paar verliebten SMS und wenigen Telefonaten, die nur Sehnsucht hinterließen. Dann, am Mittwoch Abend eine SMS von Marielle: „Was soll ich morgen anziehen?“ Ich war perplex. Das gute Kind war doch erwachsen, oder nicht? Also antwortete ich mit leichter Verwirrung: „Wie bitte?“ – „Ich will dir gehören. Was soll ich anziehen?“ Verdammt. Ich hatte ihr mit der milden Fesselung und mit meiner Erzählung einen Floh ins Ohr gesetzt. Nur: Ich war überhaupt nicht dominant. Switcher hatte ich immer für total unredliche Gestalten gehalten. Ebenso wie On/Off Doms und Subs, die ihre Rolle ablegen konnten, wie einen Handschuh. „Das kommt überhaupt nicht in Frage“, SMSte ich entschieden, schaltete das Handy ab und warf mich schluchzend aufs Bett. Wie konnte sie mir das antun? Ich liebte diese Frau. Ich wollte sie nicht als Sklavin, sondern als Freundin. Ich weiß nicht genau, wie lange ich da lag und zur Decke schaute.

Es klingelte an der Tür. Marielle. Ebenfalls in Tränen. Ich ließ sie ein und wir umarmten uns und standen beide schluchzend im Korridor. Eine groteske Situation. Bald würde Anouk noch erwachen von unserem Geheule. Ich führte sie also ins Wohnzimmer und wir ließen uns auf meine mit lautem Knarren protestierende Couch fallen. „Marielle..“, begann ich. „Salomé…“, begann sie gleichzeitig, und wir verstummten beide wieder. „Ik hou van jou“, sagte ich dann leise. Ich liebe dich. „Met heel mijn hart en ziel hou ik van jou!“, antwortete Marielle, mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele liebe ich dich. Wir küssten uns zart. „Ich bin nicht dominant. Ich bin keine Herrin.“, versuchte ich ihr zu erklären. „Doch. Du bist keine Lederdomina, aber du hast eine natürliche Autorität.“, entgegnete sie entschieden. „Du hast mich geführt. In jener Nacht, letzte Woche, es gab für mich nichts, als mich dir unterzuordnen. Das zu tun, was du wolltest wurde zu dem, was ich wollte. Und dieses Gefühl machte mich unglaublich geil und hinterher unglaublich befriedigt. Ich zehrte noch die ganzen Tage davon. Ich vermisste dich entsetzlich. Ich hatte Angst vor diesen Gefühlen. Ich hatte vorher keine Ahnung, dass es mich anmacht, beherrscht zu werden. Ich habe im Internet recherchiert über BDSM. Ich habe nach „Chalkiev“ gegoogelt und deine Geschichte gefunden. Ich hab meine verstaubten Deutschkenntnisse hervorgekramt, und sie gelesen.“ – „Oh Mann, die ist erstens stark übertrieben und zweitens von fünf Jahren auf ein Jahr komprimiert. Die Wirklichkeit war viel langweiliger. So, wie ich es dir erzählt habe!“ – „Aber du warst diese Sklavin. Und du warst dort zufrieden oder sogar glücklich, bevor Bernd durchknallte.“ – „Ja.“, gab ich leise zu. „Bis Anouk zur Welt kam, war ich dort ziemlich zufrieden. Wie auch immer. Ich war Sklavin und keine Herrin.“ – „Das ist nicht wahr. Für die Sklavinnen, die du ausbilden musstest, warst du auch eine Herrin. Und ich glaube, die innere Ablösung von Bernd, die Flucht und die Verantwortung für Anouk haben eine andere Seite von dir zu Tage gebracht. Du würdest dich heute nicht mehr einem Mann bedingungslos ausliefern.

Da hatte sie allerdings Recht. Zu dieser Erkenntnis war ich mit meinen schmerzhaften Selbstanalysen in den letzten Jahren auch gekommen.

„Hat dein Mann sich eigentlich nicht gewundert, dass du plötzlich weggegangen bist?“, wechselte ich das Thema auf ein weniger vermintes Terrain. „Er hat gehört, dass die SMS reinkam. Ich las sie, und muss wohl ziemlich geschockt ausgesehen haben, denn er fragte mich, ob es schlechte Nachrichten sind. Ich sagte ihm, es sei von einer Freundin, der es plötzlich sehr schlecht gehe, und ich müsse sofort hin.“ – „Damit hast du ihm ja die volle Wahrheit gesagt“, sagte ich anerkennend. Sie schenkte mir einen schüchtern-verschmitzten Augenaufschlag, der mein Herz in rasenden Galopp versetzte. „Weißt du“, meinte sie, rutschte zu Boden und legte ihren Kopf auf mein Knie,“eigentlich gehöre ich dir längst, ob du es willst oder nicht. Ich habe mich dir geschenkt, und ein Geschenk weist man nicht zurück.“ Sie war einfach entwaffnend. „Du hast meine Geschichte gelesen, sagst du. Weißt du denn auch, was ‚Nadu‘ heißt?“ Sofort kniete sie in eine gar nicht mal so üble Nadu-Position, wobei sie allerdings wegen ihres engen Rocks die Beine nicht korrekt spreizen konnte. Ich stand auf und schloss die Zimmertür mit dem Schlüssel ab. Anouk schlief zwar meistens durch, aber ich wollte ja nicht, dass sie just jetzt von einem schlechten Traum geweckt unerwartet auftauchte…

„Steh auf“, befahl ich dann. Danach „Strip.“, und dann „Display.“ Bei der Display-Stellung musste ich die Position der Hände hinterm Kopf und der Ellbogen korrigieren, ansonsten war es nicht schlecht. Ich mochte die Art, wie sie immer vom Scheitel bis zu den Brüsten errötete und gab ihr erst einen Kuss, bevor ich sie von oben bis unten gründlich inspizierte und abtastete. Ihr Schamhaar war immer noch zum selben Dreieck getrimmt, aber ihre Schamlippen waren jetzt glattrasiert, wie ich beim Abtasten feststellte. Und bei dieser Gelegenheit fiel mir auch auf, dass sie offensichtlich erregt war. Ich hielt ihr meinen nassen Finger vor den Mund und sie leckte ihren Saft anstandslos ab. „Brav“, sagte ich anerkennend. Sie hatte sich wirklich Mühe gegeben, alles richtig zu machen.

Dann setzte ich mich wieder auf die Couch und nahm mein vor der schicksalhaften SMS begonnenes Glas Wein zur Hand, ließ Marielle aber in Display stehen. „Wann bist du das letzte Mal gefickt worden?“ Marielle errötete womöglich noch mehr. „Vor etwa drei Wochen, Herrin.“ Eine ganze Reihe verschiedener Emotionen brach über mich herein:

Erst einmal löste das Wort „Herrin“ eine Gefühls- und Erinnerungskaskade aus, die mir sekundenlang die Luft nahm.

Dann traf mich die Erkenntnis, dass Marielle nun meine Sklavin würde, wie ein Schlag.

Letztendlich erreichte das, was sie eigentlich gesagt hatte, mein Bewusstsein. Wie war das möglich, dass ein Mann seine so entzückende Frau derart lange auf dem Trockenen ließ?

Ich überspielte meine Sprachlosigkeit, indem ich einen Schluck Wein nahm, und Marielle stumm anschaute. Auf ihrer Stirn bildeten sich Schweißtropfen. Ich würde sie nicht mehr allzu lang so quälen wollen. „Wann hattest du deinen letzten Orgasmus?“ – „Heute Nachmittag beim Masturbieren, Herrin.“ – „Wieso wurdest du so lange nicht gefickt? Wolltest du nicht oder wollte er nicht?“ – „Beide, Herrin. Wir sind seit acht Jahren verheiratet. Es läuft nicht mehr viel.“ – „Betrügt er dich?“ – „Soviel ich weiß, nicht, Herrin.“ – „Hast du ihn schonmal betrogen?“ Sie zögerte. „Nur… mit Ihnen, Herrin.“ – „Wann hattest du dein erstes Mal?“ Sie setzte zum Sprechen an, brachte dann aber nichts heraus. Stattdessen quollen plötzlich Tränen aus ihren Augen. Verdammt, ich bin ein unsensibles Miststück. Ich stand auf und umarmte sie. „Komm“ Wir setzten uns nebeneinander auf die Couch. Ich angezogen, sie immer noch nackt. Ich streichelte sie sanft und sie schluchzte einige Male. Dann fasste sie sich. „Entschuldigung bitte.“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich liebe dich. Vergiss das bitte nie.“ Sie nickte. „Weißt du, es war mein Vater…“

Da war es heraus, ihr Geheimnis. Sie stockte wieder. Ich wusste natürlich, dass es das gab. Aber für mich war mein Vater das beste gewesen, was mir in der Jugend passiert ist. Nur schade, dass ich ihn erst mit Sechzehn kennengelernt hatte. Es wäre ihm nie eingefallen, mir zu nahe zu treten. Er forderte und stützte mich liebevoll, aber sehr bestimmt. Ohne ihn hätte ich niemals die Schule wieder aufgenommen, vom Studium ganz zu schweigen. Er war der erste Mann, dem ich voll und ganz vertraute. Die Vorstellung, dass der Vater ein Feind sein könnte, war mir darum unerträglich.

„Möchtest du darüber sprechen?“ – „Lieber im Moment noch nicht, Herrin.“ Ich trocknete ihre Augen mit einem Papiertaschentuch, streichelte sie und wartete, bis sie sich wieder entspannte. „Hör zu: Wir müssen unser Verhältnis genauer definieren. Ich will nicht, dass du mich immer mit Herrin anredest. Und ich will nicht, dass Anouk den Eindruck bekommt, du seist irgendetwas anderes als meine Freundin. Wir brauchen so etwas wie einen On/Off-Zustand. Ein Zeichen, das uns beiden deutlich macht, wann Du Sklavin bist, und wann Freundin.“ Das kam mir irgendwie falsch vor, denn ich selber hatte mir nie vorstellen können, mein Devot-Sein einfach an- und ausknipsen zu können. Aber ich sah keine andere Möglichkeit. Ich wollte nicht, dass meine Tochter da reingezogen wurde. Erstaunlicherweise schien Marielle gut damit umgehen zu können, denn sie reagierte ganz locker, und sagte mit einem ihrer verschmitzten halb-unterwürfigen Augenaufschläge: „Du bist die Herrin, Herrin. Es ist an dir zu entscheiden, wann sich deine Sklavin wie eine Sklavin zu benehmen hat, und wann wie eine Freundin.“ Offenbar war sie mit ihren Überlegungen schon weiter, als ich. Und ich bin sicher, sie war sich der Wirkung ihrer Augenaufschläge auf mich völlig bewusst. Biest.

„Wann musst du wieder zuhause sein?“, fragte ich sie. „Ich hab nichts besonderes gesagt. Ich schreibe ihm ein SMS, dass ich über Nacht bleiben muss. Schließlich war es ja ein Notfall.“ Sie nahm ihr Handy und begann zu tippen. „Hm, bei welcher Freundin bin ich?“ – „Salomé“, sagte ich entschieden. „Wieso? Ist das nicht zu auffällig?“ – „Weiß er denn etwas von uns?“ – „Nein“ – „Na also. Erste Regel für erfolgreiche Lügnerinnen: Lüge möglichst wenig. Je mehr Details Deiner Lüge der Wahrheit entsprechen, desto kleiner ist die Gefahr, dass du irgendwann über ein Detail stolperst.“ – „Ok, und was hast du für ein Problem?“ – „Liebeskummer. Ich drohe dir an, aus dem Fenster zu springen, wenn du mich jetzt allein lässt.“ Sie grinste und begann zu tippen. Bevor sie sendete, wurde sie aber ernst. „Ich fühle mich eigentlich nicht gut als Lügnerin. Jeroen ist ein ehrlicher Kerl.“ – „Du kannst auch gehen. Ich werde nicht wirklich aus dem Fenster springen. Nicht, solange ich Anouk habe. Wir sehen uns ja morgen wieder.“ Sie zögerte. „Bevor du gehst, könntest du ja noch etwas für mich tun, Sklavin.“, sagte ich, zog den Rock etwas hoch und spreizte meine Beine. Sie verstand sofort. Zwar war sie noch nicht sehr geübt mit ihrer Zunge, aber natürlich glich meine Verliebtheit einen allfälligen Mangel an Technik überaus großzügig aus. Ich streichelte ihr kurz dankbar über den Kopf und kommandierte sie dann in Neutralstellung.

Dann ging ich zum Wohnzimmerschrank, kramte ganz unten, ganz hinten, und kam mit einem ganz speziellen Souvenir zurück. Dem roten Halsreif, den ich bei meiner Flucht aus Chalkiev getragen hatte. Der goldene hätte mir für diesen Zweck zwar besser gefallen (nicht wegen der Bedeutung, sondern einfach wegen der Farbe), aber das musste für den Moment genügen. Ich legte ihn Marielle um den Hals. „Du kannst deinem Mann ja sagen, deine Freundin schenkte dir das aus Dankbarkeit, weil du ihr so schnell zu Hilfe geeilt bist.“ Sie wurde rot. „Ich soll das wirklich in der Öffentlichkeit und zuhause tragen?“ – „Hast du ein Problem damit, meinen Befehl auszuführen und meinen Ring zu tragen, Marielle?“ – „Nein, Herrin.“ – „Gut. Ich kann Anouk morgen um vierzehn Uhr zu Aileen bringen. Danach mach ich noch ein paar Einkäufe. Komm um sechzehn Uhr zu mir, dann gehen wir später zusammen ins Carré. Zieh einen Rock an, nicht zu kurz und nicht zu eng, du sollst ja nicht wie eine Nutte aussehen. Das Oberteil darf ruhig ein wenig knapp sitzen und deine Brüste betonen. Strümpfe und Unterwäsche brauchst du nicht. Halbhohe Pumps. Als Schmuck nur den Halsreif. Damit es dir nicht kalt wird, darfst du einen Mantel oder eine Jacke überziehen.“ Nachdem sie gegangen war, schlief ich voller Vorfreude auf den nächsten Tag ein.

Der Donnerstag begann mit der gewohnten Routine. Ich frühstückte mit Anouk und erzählte ihr schon, dass sie heute bei Stijn übernachten dürfe. Sie freute sich zwar, denn schon öfter, wenn Stijn bei uns war, hatte sie schon gefragt, ob sie nicht auch mal bei ihm übernachten dürfe. Sie wurde dann aber doch ungewohnt still. „Magst du lieber nicht bei Stijn schlafen, Noukje?“ – „Bist du dann auch da?“ – „Nein, aber Aileen ist da, Stijns Mama, die magst du doch auch, oder?“ – „Ja, ist gut“ – „Und ich bin gar nicht weit weg. Wenn etwas ist, kann Aileen mir anrufen und ich bin gleich bei dir. Ja?“ – „Ja. Ist gut.“ Anouk ist eigentlich ein unkompliziertes Kind. Sie findet schnell Kontakt zu anderen Menschen und hatte nie übermäßige Trennungsängste. Aber doch, das würde nun das erste Mal sein, seit ich sie aus Chalkiev rausgebracht hatte, dass sie eine ganze Nacht von mir getrennt wäre. Und ich von ihr. Zweifel begannen an mir zu nagen.

Als ich sie beim Kinderhort der UvA abgab, war Anouk aber wieder ganz fröhlich. Ich erledigte ein paar Recherchen, schrieb ein paar Seiten und schon bald war es Mittag. Beim Mittagessen sprach ich mit ihr nochmal über die Übernachtung, aber es schien ihr jetzt nichts mehr auszumachen. Sie freute sich darauf, in Stijns Zimmer mit den vielen Autos schlafen zu dürfen. Nachdem ich sie bei Aileen abgegeben hatte, ging ich noch in die Altstadt, in den Rotlichtbezirk um den Oudezijds Achterburgwal. In dieser Gegend kannte ich mich aus, weil ich nach meiner Rückkehr mit dem Gedanken gespielt hatte, hier meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Der Gedanke, von fremden Männern sexuell benutzt zu werden, hatte für mich natürlich nichts Erschreckendes, und die Amsterdamer Schaufensterprostitution bot auch eine gewisse Sicherheit. Allerdings herrschte dort hinter den Kulissen ein rauer Ton, wie ich sehr schnell herausfand. Die Prostitution war offenbar fest in ukrainischer und rumänischer Hand, und obwohl Zuhälterei verboten war, schien nichts ohne „Beschützer“ zu laufen. So einfach wie ich mir das naiv vorgestellt hatte, ein Schaufenster mieten und reinsitzen, ging es keinesfalls. Ich hatte die Idee deshalb aufgegeben und mir einen „anständigen“, schlecht bezahlten Job gesucht. Mit dem Einkommen als 30%-Teilzeit-Verkäuferin, einem Stipendium der UvA und einem kleinen staatlichen Alimentenzuschuss für Anouk kam ich grad so eben über die Runden. Aber zur Sache: in einer Quergasse des Achterburgwal gab es ein Geschäft namens „De Donkere Hoek“, das Accessoires für die dunkleren Seiten der Lust verkaufte. Dort trat ich ein.

Marielle erschien pünktlich um 16 Uhr. Ich musste beinah laut herauslachen, so deutlich sah man ihr an, dass sie ein schlechtes Gewissen hatte. Ich musste nur noch herausfinden, warum. Sie trug einen wadenlangen lose fallenden nachtblauen Rock und eine weiße Bluse, durch die man ihre Areolen erahnen konnte, da sie befehlsgemäß keinen BH trug. Während ich sie stumm musterte, zeichneten sich ihre Brustwarzen immer deutlicher ab. Ich winkte ihr, mir ins Wohnzimmer zu folgen und setzte mich auf die Couch, ließ sie aber stehen. „Hast du mir etwas zu sagen, Marielle?“, fragte ich freundlich mit einem leicht drohenden Unterton. Sie wurde sofort noch einige Grade röter und sagte „Nein, Herrin“. „Strip“ befahl ich. Das tat sie sehr rasch und stand in Neutralstellung. Ich trat zu ihr, tastete in ihre Spalte, die bereits feucht war, wie ich feststellte, und fuhr mit dem Finger langsam über den Bauch nach oben. Als ich über den Halsreif kam, hielt sie kurz die Luft an und atmete wieder normal, als ich bei ihrem Kinn und den Lippen war. Das reichte eigentlich, um ihr eine Lektion in „allwissende Herrin“ zu erteilen. Doch erst noch etwas Anderes:

„Wo bist du geboren, Marielle?“ – „In Nijmegen“ – „Gut. Wir vereinbaren jetzt ein sogenanntes Safeword. ’stop‘ ist zu kurz, man sagt es manchmal ohne viel nachzudenken in einem anderen Zusammenhang. Deswegen ist dein Safeword: ’stopnijmegen‘. Verstanden?“ – „Ich brauche das nicht, Herrin. Ich gehöre dir und ich vertraue dir.“ – „Doch, du brauchst es und du wirst es dir merken. Wiederhol es jetzt.“ – „stopnijmegen“, maulte sie.“ Gut ab jetzt gilt es ernst. Wenn du dieses Wort sagst, höre ich auf mit was immer ich gerade tue, befreie dich, falls du gerade unfrei bist, gebe dir Kleidung, falls du gerade nackt bist, bin nicht mehr deine Herrin, und du bist nicht mehr meine Sklavin. Dies ist dein Notausgang. Ob du ihn benutzen willst, ist ganz allein deine Entscheidung. Ich werde nur dafür sorgen, dass er immer offen ist. Einen speziellen Sklavenvertrag brauchen wir meiner Meinung nach nicht. Du hast einfach nur zu tun, was ich befehle, solange du nicht dein Safeword verwendest. Oder glaubst du, wir sollten noch mehr Details regeln?“ – „Nein, Herrin.“

„Gut. Nun, da du deine Rechte und Pflichten kennst, kommen wir zu deinem Ungehorsam. Du hast es nicht für nötig gehalten, meinen Befehl mit dem Halsreif zu befolgen?“ Sie zuckte überrascht zusammen, wie ich befriedigt feststellte. Dann erneut dieses entzückende Erröten vom Scheitel bis über die Brüste. Ich musste ein wenig im Trüben fischen, denn ich hatte ja keine Ahnung, wieso genau sie ein schlechtes Gewissen in Bezug auf den Halsreif hatte. „Hast du etwas dazu zu sagen?“ – „Ich hatte Angst, was die Leute denken, wenn ich damit herumlaufe. Es ist doch ein Sklavinnenhalsband, Herrin.“ – „Und was bist du denn?“ – „Deine Sklavin, Herrin.“ – „Aber nur soweit, wie es dir gerade in den Kram passt, oder wie? Wenn dir ein Befehl ein wenig unpassend erscheint, dann ignorierst du ihn eben, ja?“, zischte ich mit mühsam auf böse getrimmter Stimme. „Ich habe versagt, Herrin“, bekannte sie nach kurzem Zögern mit gesenktem Blick.

„Komm mit.“ Ich führte sie an der Hand zum Esstisch und befahl ihr, sich am Fußende mit gespreizten Beinen aufzustellen. Dann band ich ihre Knöchel mit vorher neu erstandenen Ledermanschetten an den Tischbeinen fest. Als sie sich vornüber beugen musste, und ihre Brüste und ihr Bauch mit der kalten Tischplatte in Kontakt kamen, zuckte sie kurz zurück, legte sich aber dann widerspruchslos nieder. Dann befestigte ich auch an ihren Handgelenken Ledermanschetten mit Ösen und band diese mit Riemen an den Tischbeinen fest. Den Abschluss machte eine Augenbinde.

„Weil es das erste Mal ist, dass du ungehorsam warst, werde ich nur eine niedrige Strafe anwenden. Du bekommst sechs Schläge mit der Hand und sechs Schläge mit der Gerte auf den Hintern. Ich erwarte, dass du den Mund hältst. Wenn du schreist, bekommst du einen mehr.“

Ich bin keine Sadistin. Das war nun ein kritischer Punkt. Strafen sind „part of the game“, es funktioniert nicht ganz ohne. Aber wenn Marielle eine harte Masochistin war, dann würde es nicht klappen. Ich würde es nie schaffen, ihr ernsthaft starke Schmerzen zuzufügen, egal ob es ihr Lustgewinn brachte oder nicht. Die Strafe hatte nur den Sinn, die Submission deutlich zu machen und durchzusetzen. Ich wärmte also ihren Hintern mit sechs Schlägen mit der flachen Hand auf, bis er befriedigend rot war. Sie biss die Zähne zusammen, sagte aber keinen Ton. Dann holte ich die im „Donkere Hoek“ erstandene Gerte und ließ sie erst ein paar Mal durch die Luft sausen, was bei Marielle ein ängstliches Zucken auslöste. Schließlich klatschte der erste Hieb auf ihren Hintern. Sie riss ihren Kopf hoch und ein Stöhnen entwich ihren geschlossenen Lippen, aber sie schrie nicht. Den zweiten Schlag platzierte ich auf der anderen Hinterbacke. Erneut ein zwischen den Zähnen hervorgepresstes Stöhnen, dann schnelle, tiefe Atemzüge.

Es hat keinen Sinn, sich etwas vorzumachen: Trotz allem, das erregte mich auch. Es war einerseits die Verführung der Macht, andererseits aber auch, dass ich erlebte, wie Marielle in dieser Welt zwischen Schmerz und Lust hing, die ich so gut kannte. Nach jedem Schlag die Angst vor dem Nächsten. Die vom jähen Schmerz zerrissen wird. Und einer Welle von Lust Platz macht, welche ihrerseits der rasch zunehmenden Angst weichen muss. Bis der nächste Hieb aufschlägt.

Ich ließ ausreichend Zeit zwischen den Schlägen und platzierte sie so genau ich konnte mit gleichmäßigen Abständen, drei rechts und drei links. Danach schluchzte Marielle leise. Ich salbte den Hintern mit einer Hautcreme ein, band sie los und führte sie ins Schlafzimmer zum Bett, wo sie auf der Seite liegen durfte.

Ich legte mich neben sie und streichelte sie sanft. Als sie die Augen wieder öffnete und mich anblickte, fragte ich sie: „Geht es wieder?“ Sie nickte, ergriff meine Hand und küsste scheu meine Fingerspitzen. „Weißt du“, sagte ich, „du siehst es als Sklavinnenhalsreif, weil du seine Bedeutung kennst. Für jemanden, der es nicht kennt, ist es einfach ein Schmuckreif“. Sie nickte. „Das sollte aber keine Rolle spielen“, fuhr ich fort. „Befehle müssen ausgeführt werden, egal was andere Leute davon denken mögen.“ – „Ja, Herrin.“ – „Gut. Du hast deine Strafe bekommen, und damit ist es erledigt. Heute Abend wirst du ein deutlicheres Zeichen tragen müssen. Sie zuckte leicht zusammen und sagte dann mit bebender Stimme „Ja, Herrin.“

„Bleib hier. Lass aber ja deine Finger von dir!“, befahl ich, verließ das Schlafzimmer und setzte mich auf meine Couch, um in meinem Buch zu lesen. So etwa eine halbe Stunde wollte ich meine Sklavin schmoren lassen. Ich hielt es nur eine knappe Viertelstunde lang aus, und ich hatte auch keine Ahnung mehr, was ich in dieser Viertelstunde gelesen hatte, weil ich mit meinen Gedanken keineswegs bei der Sache war. Ich rief also „Marielle, komm zu mir.“ Sie stellte sich in Neutralstellung vor mir auf. Ein Kontrollgriff bestätigte mir, dass die Ungewissheit, was ich mit ihr vorhatte, nicht wirkungslos geblieben war. Sie keuchte leise, während ich meine Finger auf Erkundungstour schickte und mit dem Daumen ihre Klitoris sanft massierte. Als sie zu stöhnen begann, und ihre Knie sichtlich weich wurden, hörte ich auf. Mein Problem war, dass ich meine eigene Erregung auch kaum noch aushielt.

Ich kramte in meiner Einkaufstüte vom „Donkere Hoek“ und förderte zwei Krokodilklemmen mit angesetzten Goldkettchen zutage. Es waren Klemmen der halbharten Sorte, also nicht allzu schmerzhaft. Trotzdem starrte mich Marielle erschreckt an, als ich mich mit der ersten betont langsam ihrer rechten Brustwarze näherte. Mit einem leichten Schnappen ließ ich sie zupacken, was meiner Sklavin einen leisen Aufschrei entlockte. Dann dasselbe mit der linken Brustwarze. An beiden Daumen befestigte ich einen Daumenring. An diesen war je eine Öse befestigt. Mittels Schnapphaken konnte man die Daumen so aneinander oder am Halsreif oder sonst einer geeigneten Stelle befestigen. Ich ließ sie aber vorerst noch auseinander. Trotzdem waren diese Daumenringe recht auffällige Schmuckstücke und würden jedem halbwegs eingeweihten Beobachter Marielles Rolle deutlich machen. Aber das würde sie unter all den Paradiesvögeln, die die Amsterdamer Nächte bunt machen, kaum ungebührlich bloßstellen. Und ich hatte durchaus vor, nach der Vorstellung noch ein wenig mit ihr durchs Nachtleben zu ziehen. Ich hatte mich extra vergewissert, welche meiner Lieblings-Musikkneipen und Nightclubs der vor-Bernd-Aera noch existierten. Endlich holte ich das Prunkstück meines Einkaufs hervor: Einen „Secret Vibe“ Dildo. Dieses Ding sieht aus wie ein etwas groß geratener Tampon, lässt sich ebenso einführen und per Fernsteuerung mit verschiedensten Vibrations- und Rüttelprogrammen füttern.

„So, Test“, sagte ich zufrieden, und setze mich mit gespreizten Beinen auf die Couch. „Marielle, Leck mich.“ Während sie ihres Sklavinnen-Amtes waltete, experimentierte ich mit den Knöpfen der Vibe-Fernbedienung. Mit Erfolg, wie ich an der Art erkannte, in der Marielle ihre Augen verdrehte und zu Stöhnen begann. Schließlich hatte ich den Bogen raus und brachte sie zum Orgasmus, unmittelbar bevor ich selber kam. Ich fand das Ding echt cool. Es fehlte zwar lagebedingt die direkte klitorale Stimulation, aber das glich es offensichtlich durch Intensität aus. Hoffentlich hielt der Akku eine Weile durch. Von meinem nächsten Monatslohn würde ich mir noch eines für mich selber kaufen. Ich war wohl einfach zu lange die Sklavin eines IT-Freaks gewesen und hatte mich ein Stück weit von dessen Technikbegeisterung anstecken lassen… Und meine lang verschütteten Lustgefühle und Sehnsüchte brachen jetzt aus wie ein Vulkan.

Zeit, uns anzuziehen. Marielle schlüpfte in ihre Bluse, Rock und Pumps. Wie ich befriedigt feststellte, zeichneten sich die Krokodilklemmen an den Brustwarzen unter der Bluse ab. Ich befahl ihr, die drei obersten Knöpfe offen zu lassen. Sie würde ja ihre Jacke darüber tragen. Ich zog eins der eleganteren Kleider in meinem Besitz an, darüber ebenfalls eine Jacke und wir machen uns auf den Weg zum Carré. Das war eine Radfahrt von etwa fünfzehn Minuten. An den Beinen und dem Unterleib wurde es ganz schön kühl. Ihr vermutlich mehr als mir, denn sie trug ja weder Unterwäsche noch Strümpfe. An einer roten Ampel konnte ich nicht widerstehen und drückte nur ganz kurz auf die Vibe-Fernbedienung. Sie schoss senkrecht im Sattel hoch und warf mir einen bösen Blick zu. Grinsend radelte ich weiter.

Im Theater durfte Marielle ihre Jacke anbehalten. Wir setzen uns auf unsere Plätze – ausgezeichnete Plätze, denn die billigeren waren längst ausverkauft gewesen – und plauderten noch ein wenig über dies und jenes, bis die Vorstellung begann. Als der Saal kurz ganz dunkel wurde, griff ich Marielle in die Bluse und löste erst den einen, dann den anderen Krokodilclip. Sie zuckte erst vor Überraschung zusammen und schrie dann kurz auf, als das Blut in ihre Nippel strömte. Als der Scheinwerfer anging und man wieder etwas sehen konnte, schauten wir aber schon wieder beide unbeteiligt zur Bühne. Herman war wie immer ergreifend, lustig, poetisch, musikalisch. In Erinnerung an eine Show im „Goldenen Stern“ in Chalkija versuchte ich mit der Fernsteuerung, die Aktionen des „Vibe“ den Höhepunkten der Show anzupassen. Da ich Hermans Programm aber ja nicht kannte, erwischte ich nicht immer den richtigen Zeitpunkt, so dass Marielles Japsen manchmal vor dem Jauchzen des Publikums kam, oder umgekehrt. Ob sie errötete, konnte ich im Halbdunkel des Zuschauerraums nicht sehen, aber ich nahm es doch stark an. Wenn ich sie stimulierte, krallte sie sich jeweils an meinem Unterarm fest. In der Pause stellte ich fest, dass ich dort tiefe blutunterlaufene Spuren von ihren Fingernägeln hatte. „Ich würde jetzt gern mit dir ins Fickarium“, murmelte Marielle mir ins Ohr. Offenbar hatte sie ebenfalls die Erzählung vom „Goldenen Stern“ im Kopf. Ich sah, wie erhitzt sie war. Leider gab es hier sowas ja nicht. Und vor der Damentoilette standen lange Schlangen. Wir mussten also mit unerfüllter Lust wieder an unsere Plätze.

Mitten im zweiten Teil passierte leider etwas ganz anderes. Mein Handy vibrierte. Ein Blick aufs Display zeigte eine SMS von Aileen. „Anouk weint untröstlich. Hat Bauchweh.“ Ich war sofort in heller Panik und machte mir bittere Vorwürfe, dass ich vor lauter Geilheit mein Kind fast vergessen hatte. Alles von Blinddarmentzündung bis Magendurchbruch raste mir durch den Kopf. Ich tippte „Komme gleich“ und flüsterte Marielle zu, dass sie nach der Vorstellung zu mir nach Hause kommen solle. Ich gab ihr den Hausschlüssel, schlich raus, schwang mich aufs Rad und raste zu Aileen.

Aileen öffnete mir die Tür, die weinende Anouk auf dem Arm. Als ich sie nahm und an mich drückte, hörte sie auf zu weinen und schniefte nur noch ein wenig. „Wat is er aan de hand, prinsesje van mij?“ – „Buikpijn!“ – „Na komm, lass uns schauen.“ Ich setzte mich mit ihr aufs Sofa, legte sie neben mich und drückte ihr leicht auf den Bauch. „Tut es da weh?“ – „Ja.“- „Und da?“ – „Ja.“ – „Und da?“ – „Ja“. Inzwischen war ich an ihrem Knie angekommen. „Und da?“ – „Ja.“ – „Hast du Mama ein bisschen vermisst?“ – „Ja.“, schluchzte sie. Aileen hatte inzwischen eine Tasse Kaffee für mich und eine Tasse warme Milch für Anouk vorbereitet. Wir setzten uns an den Küchentisch. Stijn war schon am Schlafen. Offenbar war alles gut gegangen, aber beim zu Bett gehen habe Anouk plötzlich von Bauchschmerzen gesprochen und angefangen zu weinen. Naja, es war wohl doch einfach noch zu früh für eine ganze Nacht außer Haus. Inzwischen war sie wieder ganz wie immer, bloß ziemlich müde. Ich war nur froh, dass es nichts Ernsteres war. „So, Noukje, gehen wir nach Hause schlafen.“ Ich hoffte nur, dass wir dort nicht Marielle in irgendeiner nicht-jugendfreien Pose vorfinden würden. Ich musste ihr vorher noch SMSen. Zu meiner Überraschung meinte Anouk aber: „Nein, ich will bei Stijn schlafen.“ – „Aber du hast doch solche Bauchschmerzen, und Mama kann nicht hier schlafen.“ – „Ich hab keine Bauchschmerzen mehr.“ Aileen fragte: „Ist jemand bei dir zuhause?“ – „Ja.“ – „Na komm, wir wollen ihn nicht unglücklich machen. Versuchen wir es halt nochmal, ob Anouk hier bleibt.“ – „Sie.“ – „Was?“ – „Es ist eine sie, die bei mir zuhause ist.“ Aileen schaute mich an wie einen Marsmenschen. „Hey, schau nicht so, sowas kommt vor!“ – „Natürlich, Sorry, ich hab nur nicht gedacht, dass du…“ – „Ja, schon gut. Ich auch nicht.“

Nachdem ich mich nochmal vergewissert hatte, dass Anouk wirklich nicht mitkommen wollte, brachte ich sie in Stijns Zimmer auf die Matratze, die Aileen dorthin gelegt hatte und erzählte ihr noch eine kurze Geschichte. Schon nach ungefähr zwei Sätzen schlief sie tief. Wie ich sie kannte, würde sie nun durchschlafen wie ein Murmeltier. Ich verabschiedete mich also dankbar von Aileen und machte mich auf den Heimweg. Es waren nur fünf Minuten, aber es kam mir vor wie eine Stunde. Ich brannte lichterloh vor Sehnsucht nach Marielle. Manchmal hatte ich in letzter Zeit das Gefühl, an zwei Enden zu brennen. Irgendwann würden sich die Flammen in der Mitte treffen, und dann wäre es aus mit mir.

Marielle erwartete mich vollständig bekleidet am Esstisch. Sofort sank sie auf die Knie und sagte „Herrin, ich wusste ja nicht, ob Anouk mitkommt..“ – „Nicht Herrin, unterbrach ich sie. Ich will jetzt eine Geliebte!“ – „Ich bin, was immer du willst, Herrin“, sagte sie mit ihrem verschmitzten Augenaufschlag, kam zu mir und umarmte und küsste mich.

Sie geleitete mich ins Badezimmer, zog mir sanft die Kleider aus, wusch mich mit lauwarmem Wasser, trocknete mich, trug mit zärtlichen Händen Body-Lotion auf, führte mich ins Schlafzimmer, legte mich aufs Bett und ließ mich ihre Hände, ihren Mund und ihren wundervollen Leib fühlen, bis mein innerer Brand sich legte. Vielleicht würde ich ja doch überleben.

Am Morgen, nach einer viel zu kurzen Nacht erwachte ich wie üblich so gegen sechs Uhr. Marielle war noch in tiefem Schlaf. Nachdem ich ihr eine Weile verzückt beim Atmen zugeschaut hatte, kleidete ich mich leise an und ging Croissants kaufen. Als ich zurückkam, war sie wach, hatte den Tisch gedeckt, Kaffee gekocht, und kniete nackt in Nadu im Korridor. Ich ging wortlos an ihr vorbei und setzte mich. Sie hatte zwei Gedecke aufgelegt. Weil ich sie so liebte, würde ich sie diesmal für diese Unverschämtheit nicht bestrafen. Trotzdem, so ging das natürlich nicht. Ich schnippte mit dem Finger, winkte sie zu mir, bedeutete ihr, sich umzudrehen und hakte die beiden Daumenschellen hinter ihrem Rücken aneinander. Dann befahl ich sie neben mich in Nadu2 und begann in aller Seelenruhe zu essen, und den Kaffee, den sie aufgebrüht hatte, zu trinken. Erst als ich am letzten Stückchen meines Croissants angekommen war, erinnerte ich mich an sie, steckte es ihr in den Mund und bereitete mir ein Zweites zu. Dann setzte ich ihr die Kaffeetasse an und ließ sie ein Schlückchen trinken.

Ich hätte dieses Frühstück gerne noch ein wenig ausgebreiteter zelebriert, aber um halb Acht musste ich Anouk abholen. Ich fütterte Marielle also den Rest des zweiten Croissants mit Butter und Marmelade. Dann fasste ich sie an der linken Brustwarze und zog sie daran hoch. Ich drehte sie um, nahm ihr die Daumenschellen ab und befahl: „Zieh dich an“. Als sie fertig war, sagte ich kurz: „Heute Abend, nach dem Spätdienst hier. Du brauchst dich nicht von deinem Mann abzumelden, ich brauch dich nur ein paar Minuten.“ Dann schickte ich sie mit einem Wink fort und schloss die Tür. Es zerriss mich fast, sie so wegzuschicken. Aber erstens, wenn ich sie geküsst hätte, hätte ich es nie mehr rechtzeitig zu Anouk geschafft und zweitens, ein wenig Verunsicherung gehört nunmal zum Sklavinnen-Dasein, das würde sie lernen müssen.

Sie hatte ja Spätdienst, also bis 22:30 Uhr. Um 22:50 Uhr stand sie, etwas außer Atem, auf der Matte. Sie arbeitete am VUMC, der Universitätsklinik der Vrije Universiteit Amsterdam (gewissermaßen die Konkurrenz „meiner“ UvA). Zwanzig Minuten mit dem Fahrrad war eine ziemlich sportliche Leistung. Vermutlich war sie überall bei Rot durch gebraust. Weitere zwanzig Minuten würde sie brauchen bis zuhause. Ich wollte sie also nicht zu lange aufhalten. Höchstens fünf Minuten oder so. Ich holte sie herein, und wir küssten uns. Nach etwa einer Viertelstunde summte Marielles Handy. Ich realisierte, dass meine selbst gesetzten fünf Minuten vorbei waren. Es war eine SMS von ihrem Mann, der wissen wollte, ob sie später komme. Sie zeigte mir die SMS und schaute mich fragend an. „Nein, schreib ihm du fährst jetzt los. Es gab noch ein Problem mit einem Patienten“. Das tat sie, und murmelte: „Wir haben zu wenig Zeit füreinander.“ – „Ja. Wir müssen uns irgendwas einfallen lassen.“ – „Vielleicht sollte ich Jeroen einfach alles sagen.“ – „Wir sollten erst noch darüber sprechen. Mail mir deinen Dienstplan.“

Die Mail mit dem Dienstplan kam nach knapp einer halben Stunde an. Ich sah, dass sie am Dienstag wieder Spätschicht hatte. Wenn ich die Uni schwänzte, könnte ich Anouk um 8 Uhr im opvang abgeben und bis 12 Uhr mit Marielle zusammen sein, bevor ich Anouk wieder abholen musste. Ich schlug ihr also den Dienstag Vormittag vor. Sofort kam die Antwort: „ok 🙂 xxxxx“. Den Samstagvormittag verbrachten Anouk, Stijn und ich auf dem Spielplatz im Park, am Nachmittag blieb ich mit Anouk zuhause, und am Sonntag radelten wir mit Aileen und Stijn nach Zandvoort ans Meer. Zwar war es an diesem Tag bedeckt und eher kühl, aber zum Spielen am Strand war es für die Kinder ideal, weil kaum Leute da waren, und weil die Winde zum Teil recht hohe Wellen brachten, vor denen die beiden jauchzend davonrannten, um sich gleich darauf wieder an die Wasserlinie anzupirschen, und Sandwälle zu bauen, die von der nächsten höheren Welle wieder zerstört wurden. Aileen und ich saßen unterdessen auf Tüchern und tranken Kaffee aus mitgebrachten Thermosflaschen.

„Erzählst du mir von ihr?“, fragte Aileen. „Es gibt nicht viel zu erzählen“, untertrieb ich schamlos. „Ich bin ihr zufällig begegnet, und es hat ganz mächtig gefunkt.“ – „Wie sieht sie aus?“ Ich beschrieb ihr Marielle so gut ich konnte. Am Ende war sie wohl sowas wie eine Kreuzung aus Miss Universum und Mona Lisa. „Meinst du, es wird was draus?“ – „Ich hoffe es.“ – „Ich bin neidisch, Salomé. Aus meinen Männergeschichten wird nie was. Nach ein- oder zwei Nächten sehe ich, dass der Typ ein Arsch ist, und das war’s dann.“ – „Vielleicht solltest du es auch mal mit einer Frau probieren?“, grinste ich. „Naja, die besten zwei Frauen auf dem Planeten sind ja nun offenbar vergeben“, neckte sie. Dann wurde sie ernst: „Hör zu, wenn ich nicht grad einen Mann bei mir habe, kann Anouk gern öfters zu mir kommen. Ich denke, es wird nicht mehr so problematisch sein, jetzt kennt sie es ja.“ – „Danke, Aileen. Du bist lieb. Ich komme gern darauf zurück.“ – „He Stijn! Nicht so nah ans Wasser!“ Aber zu spät. Eine Welle, die Stijn bis zum Bauch reichte, warf ihn glatt um, überspülte ihn, und er lief prustend und weinend zu uns, Anouk hinterher. Aileen trocknete ihn ab, aber nun hatte er keine Lust mehr, und so kleideten wir die Kinder an und radelten gemütlich wieder nach Hause.

Am Montag tat ich endlich, was ich schon so lange hätte tun sollen. Ich schrieb meinem Vater eine Mail. Ich hatte keinen Kontakt mehr gehabt, seit ich mit Bernd weggegangen war. Nach der Rückkehr hatte ich mich nicht mehr getraut, ihn aufzusuchen. Zuerst aus Angst, Bernd könnte mich via meinen Vater finden. Dann aus Scham. Jetzt schrieb ich ihm also, dass er eine dreijährige Enkelin hat. Dass ich ihn um Entschuldigung bitte, dass ich ihn gerne mit Anouk besuchen würde, wenn er verspricht, keine Fragen zu stellen. Nach wenigen Stunden kam schon die Antwort. Er sei gerade in Jakarta, aber am Freitag wieder zurück und habe den Samstag frei. Er würde sich wahnsinnig freuen, uns zu sehen. Und er würde keine Fragen stellen. Mein Vater ist Flight Attendant bei der KLM und darum ziemlich viel unterwegs. Mehrheitlich mit den Jumbos der Ostasien-Linien, da er Mandarin und Bahasa Indonesia spricht. In Jakarta, oder Batavia, wie manche Holländer es in trauriger Remineszenz an die niederländisch-ostindischen Kolonien noch immer nennen, machte er häufig ein paar Tage stopover, wenn die Flugpläne es zuließen. Ich wusste nicht recht, was er an diesem 30-Millionen-Moloch fand. Einmal, als Belohnung für meinen bestandenen Schulabschluss, hatte ich auf dem Jumpseat mitfliegen dürfen. Es war meine einzige Reise nach Südostasien, aber Jakarta mochte ich überhaupt nicht, ganz im Gegensatz zu Singapore, wo wir zwischengelandet waren. Ich vermutete eine Zeitlang, dass er dort eine Freundin und vielleicht ein paar Kinder habe, aber er versicherte mir immer wieder, ich sei seine einzige Tochter. Wie auch immer, ich schrieb also zurück, dass ich am Samstag Nachmittag kommen würde. Kurz darauf kam eine weitere Mail, ob er denn wenigstens fragen dürfe, warum er keine Fragen stellen dürfe. Ich schmunzelte und schrieb zurück „no comment“. So kannte ich ihn. Mir wurde warm ums Herz.

Der Dienstag kam, und mit ihm die Schmetterlinge. Nachdem ich Anouk zur Krippe gebracht hatte, radelte ich mit klopfendem Herzen zu Marielle. Sie wohnte mit ihrem Mann in einem typisch holländischen Vorstadt-Reihenhäuschen. Backsteingebäude, Zwei Stockwerke, kleiner Vorgarten. Es unterschied sich von den Nachbarhäuschen nur darin, dass die Jalousien runtergelassen waren. Ihr Mann war Kapitän eines Grachtenrundfahrt-Bootes und arbeitete im Herbst und Winter von 8 Uhr bis 16 Uhr, im Sommer zweischichtig. Etwa jedes sechste Wochenende musste er Samstag oder Sonntag arbeiten. Ich klingelte, und noch bevor ich den Klingelknopf losgelassen hatte, wurde die Tür aufgerissen. Marielle, von einem wahrhaft atemberaubenden Negligé kaum notdürftig verhüllt, zog mich rein und schloss die Tür schnell wieder. Ich konnte allerdings nur einen sehr kurzen Blick auf sie werfen, denn kaum war ich drin, ging sie auf die Knie in Submission-Stellung und rührte sich nicht mehr.

Das brachte mich in eine schwierige Lage. Offensichtlich erwartete sie von mir, dass ich sogleich die Rolle der Herrin übernahm, andererseits war ich Gast in ihrem Haus und konnte mich da wohl kaum an ihr vorbei irgendwo breit machen. Es war ein Fehler, uns hier und nicht bei mir zu treffen. „Marielle, steh auf“, sagte ich darum streng. Und als sie das tat und in Neutralstellung vor mir stand, konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen: „Wenn du das zuhause immer trägst, kann ich wirklich beim besten Willen nicht verstehen wie dein Mann es fertigbringt, jemals rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.“ – „Ich trage es jetzt zum ersten Mal. Gefällt es dir, Herrin?“, fragte sie kokett. „Ja, aber ich werde dir nachher trotzdem befehlen, es auszuziehen. Zeig mir jetzt erst mal das Haus.“ Sie führte mich also herum, übliche Ausstattung, im Erdgeschoss Wohn-Ess-Küche und ein WC, im Obergeschoss Schlafzimmer mit französischen Bett, Gästezimmer, offensichtlich als Bügel- und Hobbyraum genutztes Kinderzimmer und ein Bad. Hinten raus noch ein Garten mit Swimmingpool.

Ich ließ mich im Wohnzimmer auf der Couch nieder, Marielle mir gegenüber in Nadu. Ich streifte meine Schuhe ab, setzte meine Füße auf ihre Oberschenkel und schaute mich um. Das Haus war nicht groß, aber geschmackvoll und eher teuer eingerichtet. Dinks eben. Double income, no k**s. „Ihr wohnt schön“, sagte ich. Marielle streichelte meine Füße, hob sanft erst einen, dann den anderen hoch und küsste liebevoll die Spitzen meiner Zehen. „Wir können uns das leisten, weil wir beide arbeiten und keine Kinder haben, Herrin.“ – „Warum habt ihr keine Kinder?“, nahm ich diese Einladung zum Nachfragen an. Vorher hatte ich mich nie getraut, ihr so eine direkte und vielleicht unangenehme Frage zu stellen. „Jeroen will keine. Er sagt, in diese Welt will er keine Kinder setzen. Er mag die Menschen nicht. Obwohl er jeden Tag hunderte von Touristen durch die Grachten fährt.“- „Und du?“ – „Ich hätte ihn nicht geheiratet, wenn ich unbedingt Kinder wollte. Er hat nie ein Geheimnis aus seiner Einstellung gemacht. Er ließ sich mit fünfundzwanzig Jahren sterilisieren. Aber natürlich frage ich mich manchmal schon, wie es wäre…“ – „Ich wollte auch nie Kinder“ – „Aber jetzt hast du Anouk.“ – „Ja. Ich denke, wenn ich kein Kind hätte, wäre es ok. Ich hätte mehr Freiheit, mehr Geld, weniger Organisationsprobleme, was weiß ich. Aber jetzt, wo sie da ist, kommt Anouk für mich immer an allererster Stelle.“ – „Ich weiß.“ Ich entzog ihr meinen Fuss und stupste ihr mit dem Zeh an die Brüste. „Marielle, das wird mir zu tiefschürfend. Ich will jetzt nicht an Kinder denken, sondern dich zu meinem Vergnügen benutzen.“, sagte ich bewusst roh. „Steh auf, Strip.“

Sie sprang auf die Füße und zog am Halsteil ihres Negligés, das ihr sofort von den Schultern und zu Boden glitt. Ein sehr praktisches Kleidungsstück. Ich, immer noch voll bekleidet, erhob mich, zog die nackte Marielle an mich und gab ihr einen tiefen Zungenkuss, während ich ihre Brüste und ihr Gesäß betastete. Ich musste mir unbedingt noch die holländischen Vulgärbegriffe aneignen, dachte ich, bisher dachte ich immer nur entweder in den russischen Vulgärbegriffen oder in den holländischen ‚Schulbegriffen‘. „Titten und Arsch heißt das“, sagte ich zu mir. Dann tippte ich ihr auf den Hinterkopf und brav ging sie in die Knie, öffnete meine Jeans und versuchte sie mir auszuziehen. Allerdings waren das Jeans der knallengen Sorte und ohne meine Hilfe schaffte sie es nicht. Naja, der gute Wille zählt. Ich zog mir Jeans und Slip also selbst aus und stellte mich breitbeinig vor sie. Als sie mich eine Weile mit der Zunge bearbeitet hatte, befahl ich „Marielle, benutz auch deine Finger“. Etwas zögernd zuerst, dann immer forscher, fingerte sie mich. Kurz bevor ich kam, sagte ich „steh auf.“ Nun wollte ich doch noch sehen, ob sie ein Ehebett-Tabu hatte. Ich nahm meine voluminöse Handtasche und bedeutete ihr, mir zu folgen, während ich nach oben zum Schlafzimmer ging. „Sula“ befahl ich dort und deutete aufs Bett. Ohne zu zögern warf sie sich darauf, Rückenlage, die Beine gespreizt, das Becken leicht angehoben. Sie hatte die Grundstellungen wirklich gut eingeübt. Und offensichtlich kein Ehebett-Tabu.

Ich schaute mich ein wenig im Schlafzimmer um. An der Stirnwand hing ein gerahmtes Foto, eine etwas jüngere Ausgabe von Marielle und ein gut aussehender junger Mann, beide glücklich lächelnd vor einem Alpenpanorama. „Hochzeitsreise?“, fragte ich und deutete auf das Bild. „Ja. Vor acht Jahren. Weißt du, wo das ist?“ – „Ich bin in der Schweiz aufgewachsen. Du willst mich nicht ernsthaft fragen, ob ich das Matterhorn erkenne, oder? Außerdem machen Holländer ihre Hochzeitsreise immer nach Zermatt“, übertrieb ich grinsend. „Nur die, die nicht nach Lech am Arlberg gehen“, erwiderte sie frech. Ich küsste sie, tippte ihr mit dem Finger auf die Lippen und kramte in meiner Handtasche, bis ich meine Bänder- und Riemensammlung zutage gefördert hatte. Als erstes verband ich ihr die Augen, als zweites befestigte ich ihre Handgelenke am Kopfende des Bettgestells.

„Sind die Wände eigentlich schalldicht hier?“, fragte ich scheinheilig. Sie zögerte, spannte sich sichtbar an, dann sagte sie mit leicht zitternder Stimme: „Ich weiß nicht genau, Herrin. Normalerweise hört man nichts, aber die Nachbarn sind eher ruhige Leute.“ – „Wieso hast du Angst? Hätte ich Grund, dich für irgend etwas zu bestrafen?“ – „Ich weiß von nichts, Herrin. Aber wenn Sie es für richtig halten, mich zu bestrafen, liegt es nicht an mir, das zu kritisieren.“ – „Nein, ich dachte an eine andere Art von Geräuschen.“ Da mir ein wenig heiß wurde, zog ich meinen Pullover und BH nun auch aus, untenrum war ich ja schon nackt.

Aus meiner Tasche kramte ich meine neueste Errungenschaft, damit war mein Budget für den Rest des Monats erschöpft, einen wunderschönen penisförmigen Dildo von realistischer Konsistenz, Farbe und (vielleicht etwas wohlwollend aufgerundeter) Größe. Mit meiner Linken tastete ich ihre Möse ab und stellte fest, dass sie mehr als bereit war. Also drang ich mit dem Dildo ein. Die linke Hand legte ich auf ihren Schamhügel und stimulierte mit dem Daumen die Klitoris, mit der rechten Hand fickte ich sie mit dem Dildo. Tatsächlich begann sie bald recht hörbar zu stöhnen und an den Fesseln zu zerren. „Sei still, du willst doch nicht die ruhigen Nachbarn beunruhigen“, zischte ich und intensivierte gleichzeitig meine Fickbewegungen. Ein Strapon wäre auch noch eine Idee, dachte ich. Marielle kniff jetzt die Lippen zusammen und atmete angestrengt durch die Nase. Als ich das Gefühl hatte, dass es nun nicht mehr lange dauern würde, zog ich den Dildo raus. Marielle schrie laut und frustriert auf. Ich gab ihr einen heftigen Klaps auf die Möse, worauf sie noch einmal aufschrie. Ich zischte: „Du sollst doch ruhig sein! Muss ich dich knebeln?“ Sie wurde still, presste die Beine zusammen und versuchte, sich mit Reiben der Oberschenkel selber zu stimulieren, was ich ihr sofort mit einem Schlag auf jedes Bein austrieb. „Beine auseinander!“ Mit leisem Wimmern gehorchte sie. Ich stupste ihre Brustwarzen leicht mit meiner Zunge an, küsste sie kurz, entzog mich ihr aber gleich wieder, als sie den Kuss erwidern wollte und beobachtete sie schließlich eine Weile nur stumm, wie sie da lag, gefesselt und hilflos in ihrer unerfüllten Lust, sichtlich vermischt mit leiser Angst vor dem, was nun noch kommen würde. Endlich erbarmte ich mich und fickte sie mit dem Dildo zu Ende. Ganz zuletzt haben die Nachbarn möglicherweise doch etwas gehört.

„Wann hast du deinen Mann eigentlich das letzte Mal geblasen?“, fragte ich, als sich ihre Atmung wieder ein wenig beruhigt hatte. „Ich habe ihn noch nie geblasen“, antwortete sie zu meiner Verblüffung. „Wieso nicht?“ Ich hatte meine Männer immer sehr gerne geblasen, beziehungsweise gelutscht, wie ich es zu nennen bevorzugte. „Ich weiß nicht. Er hat mich nie darum gebeten, und von mir aus wollte ich auch nicht damit anfangen.“ – „Ich habe viele Männer erlebt, aber keinen, der sich nicht gern blasen ließ. Entweder dein Mann ist sehr ungewöhnlich, oder ihr seid einfach zuwenig experimentierfreudig.“ Mist. Just Eheberatung wollte ich hier eigentlich nicht machen. Was hab‘ ich davon, wenn sie zukünftig Super-Sex mit ihrem Mann erlebt? „Ich weiß gar nicht recht, wie das geht“, murmelte sie leise. ich nahm den Dildo und hielt ihn ihr an die Lippen. Sie öffnete den Mund und ich schob in ein Stück hinein. Dann verzog sie leicht das Gesicht. „Stell dich nicht so an, das ist dein eigener Saft. Der ist nicht so übel, hab ihn auch schon probiert. Also, leck ihn sauber.“ Das tat sie. Ich machte kleine Fickbewegungen in ihren Mund, ihre Zunge spielte am Dildo. Dann hielt ich ihn vor ihre Lippen und beobachtete, wie ihre Zunge lasziv hervorschlängelte, und die künstliche Eichel des Dildo umschmeichelte. Marielle war ein Naturtalent, das noch niemand entdeckt hatte. Ich ersetze den Dildo gegen meinen Zeigefinger und genoss ihr sanftes, spielerisches, neckendes Lecken, Küssen und saugen, obwohl ich den Zeigefinger sonst eher nicht zu meinen erogenen Zonen rechnen würde.

Schließlich befreite ich sie von Fesseln und Augenbinde, tippte ihr auf den Hinterkopf und reichte ihr den Dildo. Es tat verblüffend gut, mal wieder einen Penis in mir zu fühlen, auch wenn es nur ein künstlicher war.

Danach lagen wir nebeneinander, und ich sinnierte: „Eigentlich keine schlechte Idee, einen Schwanz miteinander zu teilen, oder? „Mhm..“, sagte sie wohlig. Aber sie hatte die Augen geschlossen und sah darum nicht, dass ich dabei das Foto ihres recht attraktiven Mannes fixierte.

***** Ende *****

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